POSITIVE EFFEKTE AUF DEN MENSCHEN

Die gesundheitlichen Vorteile des Waldes wurden in zahlreichen Studien in verschiedenen Ländern nachgewiesen. Gemäss einer aktuellen Studie von Li (2022,S.43) führt Waldbaden zu den folgenden Effekten:

 

  • Stärkung des Immunsystems:  Die Aktivität der natürlichen killerzellen (NK) des Menschen wird angeregt; die Anzahl der NK-Zellen und der intrazelluläre Spiegel von Anti-Krebs-Proteinen werden erhöht, was auf eine präventive Wirkung bezüglich Krebserkrankungen hindeuten könnte. (Der evidenzbasierte Nachweis muss von der Forschung noch erbracht werden).
  • Stressabbau:  Blutdruck und Herzfrequenz werden gesenkt beziehungsweise reguliert, was auf eine vorbeugende Wirkung gegen Bluthochdruck und Herzkrankheiten hindeutet.
  • Entspannung:  Stresshormone wie Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol werden abgebaut, was zur Stressbewältigung beiträgt.
  • Gelassenheit: Durch das Waldbaden erhöht sich die Aktivität des Parasymphathikus und die des Sympathikus reduziert sich, so dass sich das Gleichgewicht des autonomen Nervensystems stabilisiert.
  • Verbesserung der Schlafqualität:  Indem sich der Tag-Nacht-Rhytnus reguliert, wird der Schlaf insgesamt erholsamer.
  • Senkung von Gesundheitsrisiken:  Ein entspannter Aufenthalt im Wald kann dazu beitragen, das Risiko für verschiedene Stoffwechselstörungen wie Insulinresistenz, Typ2-Diabetes und Fettleibigkeit, für Herz-Kreislauf- und kardivaskuläre Erkrankungen sowie bestimmte Krebsarten zu  reduzieren. Weitere positive Effekte zeigen sich in einer Erhöhung der Muskelmasse bei gleichzeitiger Reduktion des Körperfettanteils.
  • Die kognitiven Fähigkeiten können sich verbessern.
  • Die Stimmung verbessert sich und die Vitalität steigt, was auf eine Vorbeugende Wirkung gegen Depressionen hinweist. Im POMS Test (Profile of Mood States) wurde nachgewiesen, dass ein Waldaufenthalt Angst, Depression, Wut, Müdigkeit sowie Verwirrung reduziert.
  • Waldbaden kann in der Rehabilitation eingesetzt werden.
  • Waldbaden im Stadtpark hat ebenfalls positive Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen.

 

 

 

 

 

 

 

UNSERE 5 WICHTIGSTEN SINNE

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Forschung kennt heute mindesten fünf weitere, die weniger bekannt sind: der Gleichgewichts-, Temperatur- und Schmerzsinn, die Wahrnehmung des eigenen Körpers und der inneren Organe.  All diese Sinne sind Meister im Teamwork. Fällt einer aus, übernimmt ein anderer. Andererseits steigern sie erst im multisensorischen Zusammenspiel unser Erleben und Wohlbefinden.
Riechen

Gerüche gelten als Schlüssel zum Gedächtnis, sie werden mit unseren Gefühlen im limbischen System des Gehirns abgespeichert. Angenehme Düfte können im Alltag unser Wohlgefühl fördern.

Tasten

Die Haut ist unser grösstes und unentbehrlichstes Sinnesorgan. Taktile Erfahrungen – über ein Fell oder kühlen Marmor zu streichen, Ton zu kneten oder Sand durch die Hände rieseln zu lassen – wirken beruhigend. Berührungen sind lebenswichtig, um uns selbst zu spüren und eine tiefe Verbundenheit mit anderen Menschen zu empfinden.

Schmecken

Die Geschmäcker süss, sauer, salzig und bitter kennen wir alle. Die Geschmacksqualitäten umami (herzhaft-fleischig) und fettig sind weniger bekannt. Achtzig Prozent dessen, was wir als Schmecken bezeichnen, ist eigentlich Riechen: Aromen werden von den Rezeptoren in der Nase wahrgenommen. Von allen Sinnen bereiten uns das Schmecken und Riechen den meisten Genuss

Hören

Mit den Ohren orientieren wir uns und empfangen Informationen. Kein anderer Sinn löst so unmittelbar starke Emotionen aus wie das Hören: Musik berührt uns tief im Innersten und kann uns mit Gefühlen geradezu überfluten. Ruhige Klänge, auch in der Natur, können Stress abbauen und die Stimmung verbessern.

Sehen

Die meisten Sinneseindrücke erreichen uns über die Augen. Entsprechend wichtig ist das Sehen für uns. Wir erkennen Bilder, kommunizieren mit den Augen und sammeln Licht mit ihnen. Der Sehsinn ist direkt mit unserer Psyche verknüpft: Ästhetisch ansprechende Dinge wie schöne Umgebungen, Kunst oder Natur stimulieren uns visuell und rufen positive Emotionen hervor.